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Überfahrt

19 Mai 2013
N 78° 13' 24" E 15° 38' 49"
-2° C
Wolken
5 m/s W
Überfahrt

Heute Vormittag werden wir mit dem Boot von Stig Henningsen nach Nordaustlandet starten. 36 Stunden sind für die Fahrt bis zur Eiskante am Wahlenbergfjord kalkuliert. Das Treibeis hat sich – laut Eiskarte – dort oben weit zurückgezogen. Somit sollte die Eiskante zu erreichen sein.

Die ursprünglich für die 2. Etappe vorgesehene Aufgabe, das Depot im Wahlenbergfjord zum Pemmikanpynten zu versetzen, also zum Ausgangspunkt des Suchgebietes, müssen wir jetzt als erstes durchführen. Das wird viel Arbeit werden. Vier Fässer mit jeweils 200 Litern Fassunsvermögen sind dort mit Hundefutter und Lebensmittel für 90 Tage bereits im letzten Sommer platziert worden. Da wir nur fünf Hunde nach Nordaustlandet mitnehmen, werden wir viel hin- und herfahren müssen, bis alles tief im Wahlenbergfjord für den Sommer bereit steht.

Der Wetterbericht sagt recht stabiles Wetter mit Temperaturen gut unter null voraus. Darüber sind wir recht froh, denn noch benötigen wir Schnee und Eis, um das Depot mit dem Hundeschlitten versetzen zu können.

Danke an das Team der zweiten Etappe

Die Teilnehmer und Hunde der zweiten Etappe sind alle gut zuhause eingetroffen. Wir bildeten ein wirklich tolles Team, das alle Voraussetzungen für eine Überquerung der Hinlopenstrasse mitbrachte. Leider waren das Wetter und die Eisverhältnisse nicht auf unserer Seite. Gute Sicht ist einfach nötig, um über die sich ständig verändernden Eisverhältnisse in dieser Wasserstraße gelangen zu können. Erschwerend kommen die Strömungsverhältnisse hinzu. Ständig strömt wärmeres Wasser vom Süden westlich um Spitzbergen herum. Diese letzten Ausläufer des Golfstroms gelangen hin und wieder bis in die nördlichen Teile der Hinlopenstrasse hinein. Das macht eine Überquerung nicht gerade einfach – wie wir gesehen haben.

Sollten Schröder-Stranz und seine drei Mitstreiter vor 100 Jahren versucht haben, die Hinlopenstrasse im Frühwinter ohne ihre Kajaks zu überqueren, dann werden sie hier umgekommen sein.

Wir sind jetzt riesig gespannt, ob wir im Suchgebiet zwischen dem Duvefjord und dem Wahlenbergfjord irgendwelche Hinweise auf den Verbleib von Schröder-Stranz finden werden.

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