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Nördliche Winde ...

10 Jun 2013
N 79° 48' 36.1" E 21° 41' 40.3"
0° C
Wolken
14 m/s Nord
Nördliche Winde ...

…polaren Ursprungs machen uns seit einigen Tagen das Leben schwer. Oftmals wachen wir in der Nacht von dem Krach der am Zelt rüttelnden Windböne auf. Teilweise sind die Böen so heftig, dass wir Angst um unser Zelt haben. Unglaublich,was das Zelt aushalten muss! Wir sind heilfroh, das wir ein äusserst robustes und windstabiles Zelt von Hilleberg zur Verfügung haben.
Das kalte Wetter hat die Schmelzwasserbäche wieder fast zum Erliegen gebracht. Wenn das Wetter noch einige Tage anhält müssen wir wieder Schnee zur Wassergewinnung schmelzen.

Inzwischen haben wir hier die entscheidenden Küstenlinien in der Bodleybucht abgelaufen und die infrage kommenden Funde registriert, fotografiert und deren genaue Position bestimmt. Einige Daten fehlen noch, die wir bei Wetterbesserung ergänzen wollen. Viel Arbeit wird es kosten, die Funde Ereignissen zuzuordnen. Bei einigen wird es sicher bei Mutmaßungen bleiben. Das hilft uns dann nicht weiter.
Gestern, als wir südlich unseres Lagers die Bucht abliefen, konnten wir von einer Anhöhe deutlich sehen, das östlich von uns nach wie vor viel Schnee die Landbrücke zum Duvefjord bedeckt, der bei den jetzigen Temperaturen kaum schmelzen wird. Es ist gut möglich, dass wir uns für eine weitere Suche in dem Gebiet mit Geduld wapnen müssen.

Von gleicher Stelle hatten wir auch einen guten Überblick über den Wahlenbergfjord. Die Spalten im Eis sind noch größer geworden und auf dem Eis haben sich kleine Seen gebildet. Das beutet für uns, dass wir nun wirklich von der Aussenwelt abgeschnitten sind: Das Eis ist zu schlecht für den Schlitten und zu fest für ein Boot.

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