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Im Sturm gefangen

22 Apr 2013
N 78° 59' 20.8'' E 19° 18.45' 2''
0° C
Schnee
14 m/s SW
Im Sturm gefangen

Gestern Abend kündigte sich bereits schlechteres Wetter aus Süden durch Wolkenwände an. Die fleissige Crew errichtete daraufhin eine mannshohe Mauer aus Schneeblöcken auf drei Seiten um das Zelt herum.

In der Nacht ging es dann los: Das Zelt wurde gründlich durchgeschüttelt – auch hinter der schützenden Schneewand. Gegen Morgen besserten wir im Schneesturm die Wand aus, fütterten die Hunde und sorgten dafür, dass sie nicht unter den sich bildenden Schneewehen verschwanden. Erschwerend kommt hinzu, dass die Temperatur deutlich stieg: auf null Grad. Unsere Kleidung draussen im Sturm wurde schnell feucht und ist im Zelt nun auch nicht zu trocknen. Vom Hilleberg-Zelt (Atlas) sind wir auch unter diesen Bedingungen richtig begeistert. Die Feuchtigkeit im Zelt hält sich in Grenzen, die Belüftung ist einfach genial.

Trotz der Umstände sind wir nicht unzufrieden, denn gestern sahen wir die Wasserstrasse Hinlopen aus 25 km Entfernung zum ersten Mal. Ein ganz besonderes Ereignis, nun hier oben auf den Gletschern zu stehen und das Ziel vor Augen zu haben. Doch das schwierigste Hindernis liegt noch vor uns: die Eisverhältnisse, die diese zwei Inseln trennen.

Viel früher als erwartet haben wir die Grenze zum Naturreservat Nordaustlandet erreicht. Hier werden wir heute Nacht (der Sturm soll dann vorbeigezogen sein) gegen drei Uhr mit neuen Lebensmitteln und Hundefutter versorgt werden. Nach einem Ruhetag morgen werden wir die Hinlopenstrasse in Angriff nehmen.

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