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Vorbei mit dem trockenen Wetter

24 Aug 2015
N 79° 51' 35'' E 22° 7' 17,8''
2° C
starker Regen
5 m/s SO

Nun kämpfen wir uns seit einer Woche – mit kleinen Unterbrechungen – durch absolut fieses Wetter. Kalter, nasser Wind mit Schneeregenschauern bläst uns ins Gesicht und macht den Alltag sehr beschwerlich. Vor allem wenn man in der Nacht öfters vom Schlagen des Zeltes und dem Trommeln des Regens auf das Dach erwacht. Dann weiss man was einem bevorsteht: Hinein in die nasse Hose, die triefenden Socken und die gefluteten Stiefel.
Unterwegs sind Pausen dann ultrakurz, denn es dauert nur ein paar Minuten, bis einem diese fiese und nasse Kälte hoch steigt.
Der Treibstoff für die Kocher ist unterwegs derart knapp bemessen (man will sich ja nicht totschleppen) und reicht nur für eine warme Mahlzeit und heissen Tee am Morgen.
Wir, Regina und Björn, sind heute deswegen vom Norden her ins vorgeschobene Basislager am Brånaelva in einem Gewaltmarsch durchgelaufen, denn hier gibt es genug Treibstoff um den Kocher als Heizung benutzen zu können. Hier können wir nun wenigstens die Socken und Handschuhe trocknen und uns aufwärmen, bevor es wieder auf die Suche in den Norden geht.
Morten und Håvard suchen noch weiter im Norden und müssen deswegen noch drei Tage länger auf trockene Socken warten.

Endlich trockenes Wetter

22 Aug 2015
N 79° 94’ 300’’ E 22° 74’ 160’’
2° C
Sonne
0 m/s

Nach vier Tagen voller Regen, Schneeregen und kaltem Wind hatten wir heute den ersten Tag wieder trockenes Wetter und sogar Sonne am Nachmittag. Alle Kleider sind nass und feucht. Vor allem die Schuhe und Socken sind alle komplett nass, Zelt und Schlafsäcke sind ebenfalls feucht. Einfach alles was nicht in wasserdichten Säcken eingepackt war hat Feuchtigkeit abbekommen. Aber heute konnten wir alles auf die Steine vor unserem Zelt legen und trocknen. Die nasse Kleidung trocknet in der Sonne schnell am Körper und wir können das Leben wieder genießen. Wir und die Hunde sind erleichtert!

Wetterumschwung

20 Aug 2015
N 80° 00’ 200'' E 22° 81’ 680’’
2° C
starker Regen
9 m/s NNO

Schon seit einigen Tagen hat sich das gute Wetter verabschiedet. Heute gipfelte es in nasskalten, nebeligen Schauern, in denen sich immer wieder Schnee einmischte. Kurzum: fiese Kälte!
Sofort nachdem das Zelt stand, verschwand Regina im Schlafsack. Der einzige warme Ort!
Seit drei Tagen laufen wir vier zusammen. Ein kleiner Abstecher führte uns heute zu der recht verfallenen meteorologischen Station der Wehrmacht in der Wordibucht, die 1944/45 im Betrieb war. Wir wollten herausfinden, ob die Blechdosen und der Docht, die wir zu Beginn unserer Suchaktion gefunden hatten, der Wehrmacht zuzuordnen sind.
Der Müllplatz der Wehrmacht lässt aber keinen Schluss in diese Richtung zu. Da müssen wir noch weitere Untersuchungen anstellen.
Es ist schon schaurig, hier in dieser unberührten Welt von der Geschichte und ihrem Müll eingeholt zu werden!

Trutzburg

18 Aug 2015
N 80° 00’ 270'' E 22° 81’ 600’’
5° C
Leichter Regen
6 m/s SSW

Über einen Monat sind wir bereits unterwegs und jeden Abend kehren wir in unsere Zelte ein. Sie sind unser mobiles Haus geworden und uns richtig ans Herz gewachsen. Keine fünf Minuten benötigen wir zum Aufbau und dann steht unsere Burg. Und das ist keine Übertreibung. Ich schlief in den letzten 30 Jahren sicherlich jedes Jahr einen Monat in diversen Zelten. Aber noch nie in einem Zelt, dass derart stabil für schlechtes und besonders stürmisches Wetter gebaut worden ist. Der Konstrukteur der Helssport Serie x-trem und hier besonders unseres, Helsport Patagonia, hatte scheinbar nur eines im Sinn: Wind. So sind sowohl von der Form als auch von den Abspannmöglichkeiten kompromisslos hohe Windgeschwindigkeiten zugrundegelegt worden. Selbst wenn es hier oben kachelt wie verrückt haben wir bis jetzt kein einziges Mal um unser Zelt Angst haben müssen.
In den letzten Tagen hatten wir jede Nacht Regen. Doch Feuchtigkeit im Zelt ist dank der sehr guten Belüftung ein Fremdwort. Vielleicht beschreibt dieses Wort unser Gefühl im Zelt am Besten: Geborgenheit. (Björn)

Bereit für die Suche

16 Aug 2015
N 79° 51’ 35’’ E 22° 7’ 17,8’’
3° C
Wolken
4 m/s NW

Heute kamen wir, Håvard und Morten, mit Malik und Kaisa im Basecamp 2 in den Bergen an. Das Gepäck war schwer mit Lebensmitteln beladen. Jetzt haben wir für beide Teams hier in den Bergen genügend Lebensmittel bis zum 5. September.

Als wir das letzte Mal hier im Basecamp 2 waren, hatten wir Besuch von einem Eisbären. Als wir dann das Camp verlassen haben, sind wir mit einem mulmigen Gefühl gegangen. Findet der Eisbär die während unserer Abwesenheit versteckten Lebensmittel in den Steinhöhlen und das Hundefutter in den Plastiktonnen? Und macht diese womöglich noch kaputt und gelangt an das Futter? Das würde ein riesen Verlust für uns sein und wir müssten noch mehr Lebensmittel hier hoch transportieren. Aber Gott sei Dank war das Lager unberührt! Ein schönes Gefühl.
Morgen machen wir uns auf dem Weg ins Suchgebiet für 10 Tage. Dort werden wir uns dann mit Björn und Regina treffen.

Nächstes Basecamp attackiert

14 Aug 2015
N 79° 81’ 03’’ E 21° 65’ 77’’
2° C
etwas bewölkt
1 m/s SW

Gestern sind wir, Håvard und Morten, im Basecamp in der Bodleybucht eingetroffen. Wir wollen weitere Lebensmittel ins Basecamp 2 in den Bergen transportieren. Im Basecamp 1 angekommen, wartete auch hier eine Überraschung. Scheinbar hatte dort ein Eisbär gewütet und sich über die Fässer her gemacht. Speziell das Fass mit dem Hundefutter wurde stark angegriffen und deformiert. Zum Glück hat er es nicht komplett geöffnet bekommen.

Neue Eisbärenattacke

12 Aug 2015
N 79° 51’ 35’’ E 22° 7’ 17,8’’
12° C
etwas bewölkt
3 m/s W

Jetzt sind wir alle nach und nach aus dem Suchgebiet wieder ins Basecamp am Brånaelva zurückgekehrt. Morten und Håvard wurden schon von weitem durch Knallschüsse darauf hingewiesen, dass ein Eisbär das Lager attackierte.
Zum Glück hielten wir, Björn und Regina, uns draussen auf, sodass wir den Eisbären sehr frühzeitig entdeckten und uns rasch auf die Verteidigung vorbereiten konnten. Ganz anders sieht es aus, wenn man im Schlafsack liegt und schläft. Von den Hunden oder den Signalen der Stolperdrähte aufgeschreckt, sich umständlich aus dem Schlafsack pellen, Schreckschüsse und Waffe suchen, Reisverschlüsse des Zeltes öffnen und dann erst in der Lage zu sein reagieren zu können, erhöht den Stressfaktor ungemein.

Der Nachmittag heute wurde genutzt um den Schlachtplan für die zweite Hälfte des Augusts festzulegen. Wir starten morgen zu einer längeren Tour nach Norden ins Suchgebiet, während Morten und Håvard runter zur Bodleybucht laufen um neue Lebensmittel hoch ins Suchgebiet zu schaffen. Dort werden wir uns treffen um zusammen weiter im Zentrum des Gebietes zu suchen.

Rückweg vom Duvefjord

11 Aug 2015
N 79° 92’ 570’’ E 22° 44’ 660’’
5° C
Wolken
2 m/s NO

Nachdem wir (Morten und Håvard) die letzten 10 Tagen damit verbracht haben, den nordwestlichen Teil Nordaustlands abzusuchen, sind wir jetzt auf den Weg zurück ins Basecamp 2 in den Bergen. Gestern mussten wir den Fluss Stega mit dem mitgebrachten Gummiboot kreuzen. Eine Tour dauert ca.1,5 Stunden, wir mussten mehrmals hin und her fahren um die Hunde und das ganze Gepäck transportieren zu können. Beim Aufblasen des Bootes kam am anderen Ufer plötzlich ein Eisbär zum Vorschein. Er schaute neugierig aus ca 150 Meter Abstand zu uns aber nach einer Weile kreuzte er ebenfalls den Fluss und ging weiter in die Richtung aus der wir gekommen waren, zum Duvefjord.
Morgen treffen wir voraussichtlich am Basecamp 2 in den Bergen ein. Dort gibt es dann das erste Wiedersehen mit Björn und Regina.

Basislager Bråna

08 Aug 2015
N 79° 51’ 35’’ E 22° 7’ 17,8’’
9° C
etwas bewölkt
5 m/s SSW

Gestern kamen wir packeselmässig im Basecamp am Fluss Bråna an. Mit dabei hatten wir das Faltkanu. Damit konnten wir heute die Fährverbindung zwischen dem alten und neuen Suchgebiet eröffnen. Zur Einweihung durften Kalle und Lilith mit dabei sein.
Morgen gehen Regina und ich für zwei Tage ins nördliche Suchgebiet. Wir freuen uns auf die leichten Rucksäcke und endlich mit der Suche ernsthaft hier oben beginnen zu können.
Wir hoffen dann ziemlich zeitgleich mit Morten und Håvard wieder im Basecamp einzutreffen. Wir sind gespannt, was sie von ihrer Tour zum Duvefjord zu berichten haben.
Kalle ist jetzt zum offiziellen Zelträger ernannt. Wir haben endlich einen Weg gefunden, dass gesamte Zelt in seinen Packtaschen zu verstauen.

An der nordöstlichen Küste angekommen

06 Aug 2015
N 80° 11’ 00’' E 23° 00’ 100’’
5° C
Wolken
5 m/s NO

Nach drei langen Wandertagen vom Basecamp in den Bergen sind wir, Morten und Håvard, nun an der nordöstlichen Küste angekommen. Hier haben wir die Küste abgesucht und haben uns erkundigt wie man am Besten von der Küste in die Bergen gelangt. Welche Route mögen wohl Schröder-Stranz und seine Männer gewählt haben?
An der Küste sind wir wieder einmal auf einen recht grossen Eisbären gestoßen. Ca 50 Meter vor uns lag er entspannt auf einer Klippe. Wir konnten sogar ohne Schreckschuss an ihm vorbeikommen.

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